Prinzessin auf der Erbse

Dienstag 08.08.2017

20.30 Uhr

Es war soweit, das Auto war voll beladen und wir führen los in Richtung Kroatien.Von Hamburg aus, bei ca 18 Grad und es schüttete wie aus Eimern! Zum Glück hatten wir besseres Wetter in Aussicht .Wir fuhren die Nacht durch, voll gepackt mit Redbull und Proviant.Um 3 Uhr nachts waren wir ca in München und fuhren an der Allianz Arena vorbei, weiter in Richtung Österreich.Wir hatten Starkregen und schwammen über die Autobahn.Ich schlief ein und wachte gegen 9 Uhr morgens in Slowenien auf, wo wir an einer Raststätte Pause machten.Es waren schon 23 Grad.Es fühlte sich soo gut an.Die erste, richtige Sonne seit langem auf der Haut zu spüren.Nun war Endspurt angesagt.Wir planten eigentlich gegen 13 Uhr an unserem Ziel zu sein, vergebens. Durch nicht ausgeschilderte Straßensperren eierten wir durch das Land bis wir endlich „Primosten“ auf den Autobahnschildern erspähten.Gegen 15 Uhr trafen wir in Bilini ein. Bei den wundervollen, gastfreundlichen Großeltern von unserem Kumpel. Der natürlich auch mit an Bord war!

Sie haben uns so herzlich empfangen und Oma hatte schon gefüllte Paprika mit Kartoffeln auf dem Herd.Nach dieser Stärkung brachte sie uns zu unserer Bleibe.Ich wusste das keinerlei Luxus auf mich wartet.Doch als ich und Apartment kam, blieb mir kurz die Luft weg…2 Zimmer mit offener Küche plus Bad.Es war alles vorhanden, was man zum leben braucht,aber gefühlt aus Vorkriegszeiten.Das Anwesen war keinerlei gepflegt. Ein paar Sträucher grünten halbwegs vor sich hin, ansonten Steppe.Okay – erstmal runterkommen.Koffer reinbringen und alles auf sich wirken lassen.Wir waren gefühlt am Arsch der Welt.Ja, so muss es dort aussehen.Um uns herum waren verlassene Ruinen, der Müll stapelte sich in der Umgebung.Einfach nur Landschaft im nirgendwo….

Totenstille.

Ich schickte meiner Mama ein Video mit einer kleinen Träne im Auge.Ich hatte keinerlei Luxus erwartet, trotzdem war ich enttäuscht.
Sie sagte, ich soll es positiv sehen. “ Dort hast du endlich mal deine Ruhe und kannst runterfahren vom stressigen Alltag“ Ihre Worte trösteten mich in dem Moment wenig. Ich bin geprägt von der schillernden Instagram Welt und stelle mir meinen auch so Urlaub vor, wie ich es täglich in meinem Feed sehe. Eigentlich dumm, denn ich wusste das mich dieses im nicht erwarten würde.

Mit erhobenen Kopf zog ich mich um, denn wir hatten sage und schreibe 42 Grad!
Ich wollte das Meer sehen.

Wir fuhren zu einem kleinen Strandabschnitt und ich fühlte mich ein wenig besser . Die Sonne ging langsam unter und die Wellen rauschten.In der Ferne lag die kleine, wundervoll beleuchtete Halbinsel Primosten …einen kurzen Moment genoss ich dieses Szenario.Dann ging es ins Bett, wir waren furchtbar müde.

Der erste Morgen. Ich fühlte mich kein Stück erholt.Die Klimaanlage hat die ganze Nacht durch gepowert und war es trotzdem nicht zum aushalten.
Der kurze Glücksmoment vom Vorabend war schon längst wieder verflogen. Hallo Realität!

Wie sollte ich es hier 10 Tage aushalten?

Wir packten unsere Sachen und gingen zum Strand…ich blickte aufs Meer und fühlte mich gleich wieder ein wenig leichter…

Ich planschte im glasklaren, türkisen Wasser.Die Sonne brannte mir das Salz in die Haut. Das war doch das was ich wollte! Sonne und Meer! Gegen 16 Uhr machten wir uns in Richtung Promenade und gingen super lecker kroatisch Essen.
Stück für Stück wurde mein Gefühl besser.

Am Abend fuhren wir zur Oma. In Ihr kleines Häuschen. Vielleicht sind es 40 Quadratmeter ohne Klimaanlage mit kleiner überdachter Terasse. An den Seitenträgern rankten Weintrauben. Sie erzählte uns Geschichten über das Land und ihre harte Jugend in Kroatien. Ich war wie in einen Bann gezogen. Es ist in unser heutigen Zeit  unvorstellbar wie jemand, eine Stunde zu Fuß bei Wind und Wetter und allmöglichen Lichtverhältnissen über Stock & Stein zum Hafen läuft. Eine Stunde mit dem Schiff zur Schule fährt und wieder zurück.

Tag für Tag.

Und Sie ist trotzdem so glücklich und dankbar für das,was sie hat! Sie geht fast jeden Tag zum Strand und schwimmt stundenlang im Meer. Mit wohlgemerkt 76! Mehr braucht sie nicht, sagt sie.
Wir fuhren weiter zu Opa, der mit seiner Crew jeden Abend Botscha spielt.Sie trinken dabei einen Schnaps. Sie holten schon jede Menge Pokale. Sie sind glücklich.

Freitag, der 10.08.2017

Der nächste Strandtag.Wir hatten uns immer noch nicht an die Hitze gewöhnt.Kühlten uns immer wieder im Meer ab. Die Sonne brannte uns auf den Pelzen.Ich merkte, wie ich von Tag zu Tag zufriedener und entspannter wurde.Ich hatte mich an unsere Unterkunft gewöhnt und bekam mein Lachen zurück.

Richtiges Lachen, dieses hatte ich in meinem stressigen Alltag verlernt.

Der Höhepunkt am Freitagabend sollte der Clubbesuch in der Diskothek Aurora werden. Ladies Night! Gegen 24 Uhr machten wir uns auf den Weg.Ein riesiges Gebäude mit wunderschönem Aussenbereich.Es war nicht voll.Aber die wenigen Menschen die dort waren ,tanzten ausgelassen oder badeten im Outdoorpool.Es war eine wundervolle Atmosphäre & immer noch 25 Grad.
Nachdem der Dj wohl die Bravo Hits Volume 99 rauf unter gespielt hatte – tat ich was ich tun musste. Wir brauchten Black Music und Hip Hop. Diesen Wunsch erfüllte er mir und wir tanzten ausgelassen durch die Nacht….

Fortsetzung folgt….



Shop my Look

Tasche : Asos

Kleid : Asos

Schuhe : Converse

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s